Neuigkeiten
 
Neumarkt, am 29. April 2010


Liebe Bücherfreunde,

wir sind mit Sack und Pack umgezogen, einige Straßen weiter in eine neues Verlagsdomizil - freilich ists noch immer keine Residenz, jedoch ein Haus mit Winkeln für bibliophile Kartons...  Nachdem nun das meiste ausgepackt wurde, kümmert sich der Einmannverleger endlich wieder ums Büchermachen: Der lange erwartete Band Army des amerikanischen Nationalpreisträgers Charles Simic wurde dieser Tage gedruckt und kommt nächstens aus der Buchbinderei. Illustriert hat das Buch übrigens Kurt Löb - mit Graphitzeichnungen, die den Humor des Erzählers ins Bild transportieren. Details dazu in der Rubrik Edition Refugium.
   
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Und dann habe ich an einem Februarnachmittag in Wien den Magnum-Photographen Erich Lessing getroffen und bei einem Archivbesuch festgestellt, daß es ganz wunderbare Aufnahmen aus den 50er Jahren gibt. Weil Erich Lessing nicht nur photographieren, sondern auch sehr anschaulich erzählen kann, ergab sich die Idee einen Band mit ausgewählten Reportagebildern und kleinen Erinnerungstexten zu edieren. Näheres dazu Ende Mai.

Herzliche Grüße!
Ihr Thomas Reche
   
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Neumarkt, am 20. Januar 2010


Liebe Bücherfreunde,

so holterdipolter sind wir ins Neue Jahr gestolpert und haben einiges nachzutragen, was sich noch vor der Sylversternacht ereignete: Barbara Klemm und Hans Dieter Schäfer haben kürzlich, beide in heiterer Vitalität, ihren 70. Geburtstag gefeiert und zudem in der Edition Refugium den Band "Erinnerungstraining" in die Welt gesetzt, der auf analytisch-sinnliche Weise das Problem von Lebenszeit, Vergänglichkeit und Augenblicksbewahrung in Wort und Bild thematisiert. Die Vorzugsausgabe mit einer signierten Originalphotographie von Barbara Klemm auf Barytpapier ist wie die Normalausgabe schon fast vergriffen, es folgt ein kleiner Blick ins Buch:

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Zudem erschien im späten Herbst mit "Schatten an Mauern" ein zweites Buch von Péter Nádas in der Edition Refugium, das neben Photographien auch einen Auszug aus dem bislang unveröffentlichten Roman "Parallelwelten" bringt. Stille Bilder als Kontrast zu seinem Text "Alles zerfällt in Trümmer", in dem der große ungarische Autor sein Erlebnis der sowjetischen Invasion in Budapest beschreibt. Auch hier gibt es in zwei Varianten eine Vorzugsausgabe mit Originalabzug.

Übrigens haben sich Barbara Klemm und Péter Nadas im Oktober in Fellbach getroffen, wo in der städtischen Galerie das photographische Werk von Nádas gezeigt wurde und im Rahmen der Eröffnung auch unser Band präsentiert wurde.


Für dieses Steuersparjahr haben wir uns Bücher von Nuruddin Farah, Charles Simic und Walter Vogel vorgenommen, Details in Kürze, doch vorher noch: Für 2010, das Jahr ist ja noch jung, wünsche ich Ihnen helle Wege, Gesundheit und bibliophilen Nachwuchs in Ihrer Bibliothek:

Ihr Thomas Reche

   
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Neumarkt, am 12. Mai 2009, ein Hagel- und Gewittertag


Liebe Bücherfreunde,

weil Günter Kunert auch nach seinem 80. Geburtstag zu allerlei Vergnüglichem aufgelegt bleibt, soll hier ein Bildchen gezeigt sein, das kürzlich in Kaisborstel entstand, als der Verleger ihm eine Kiste neuer Bücher ins Haus brachte. Näheres dazu weiter unten... Und das auch nur als augenzwinkerndes Intermezzo, bevor ich Ihnen in Kürze das neue Buch von Wole Soyinka und Jürgen Brodwolf vorstellen kann. Bis dahin: Gute Zeit!


Ihr Thomas Reche
   
 
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                                                                     Neumarkt, am 24. Februar 2009


Liebe Bücherfreunde,

angesichts der Turbulenzen um uns herum wollen wir im Gehirnzirkus des Lesens keine Vorstellungen absagen, sondern mit großen Täterätä ein Buch von Günter Kunert ankündigen, das am 6. März pünktlich zum 80. Geburtstag des Autors erscheint: "Gestern bleibt heute" heißt der Band mit unveröffentlichten Erinnerungen an das Kriegsende in Berlin und ziemlich vergnüglichen Reflexionen des vitalen Autors. Paul Schaufe begleitet das Buch mit seinen Schwarzweißphotographien und zur Feier des Tages hat sich der Verlag für vier unterschiedliche Vorzugsausgaben entschlossen, denen signierte Originalabzüge auf Barytpapier beiliegen - eine inzwischen seltene Technik mit längerer Lebensdauer als manche Analyse der aktuellen Lage. Näheres dazu links unter dem Link für die Edition Refugium, in der das Buch als nunmehr 16. Publikation aufgelegt wird.
   
     
 

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Soviel in Kürze; wir machen weiter - und wie! Seien Sie herzlich gegrüßt!

Ihr Thomas Reche
 
   

 Neumarkt, im November 2008



Liebe Bücherfreunde,

die Buchmesse liegt hinter uns, über den regen Besuch von Abonnenten, Sammlern, Künstlern und Autoren habe ich mich sehr gefreut -- obgleich mir eher fern liegt, in einer überheizten Vierquadratmeterhöhle meine Publikationen zu präsentieren. 

Übrigens gibt es allerhand Neues in der Edition Refugium zu sehen: Gerade eben hat Kurt Löb seine Zeichnungen zu den Army-Erinnerungen von Charles Simic abgeliefert, die eulenspiegelhaft und mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor die Absurditäten seiner Wehrdienstzeit erzählen. Da geht es kunterbunt zu - im Text und in den Bildern von Kurt Löb.
   
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Rechtzeitig zur Buchmesse ist der Gedichtband "Verschollen" des australischen Lyrikers Les Murray erschienen, der eine Auswahl von Gedichten aus vierzig Jahren enthält und von Susanne Theumer mit sensiblen Radierungen begleitet wird.
Nachfolgend sehen Sie den Innentitel des Buches; die Frontispizradierung liegt auch der Vorzugsausgabe bei.
   
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Es gibt ein paar Geburtstagskinder zu feiern, allen voran Les Murray, der dieser Tage 70 wird und Alfred Pohl, der 80 Kerzen ausblasen durfte und als Graphiker zum Urgestein des Verlages gehört. Was also lag näher, als die Feste auch bibliophil zu feiern: So entstand als Einblattdruck innerhalb der Reihe Jahresblätter ein sehr schöner Farbholzschnitt zu einem Gedicht. Das Format: 30 x 42 cm, Auflage 80 signierte und numerierte Exemplare, Bleisatz, Druck von Hand in fünf Durchgängen von Thomas Siemon, Leipzig. Diese Edition, für die es schon etliche Vorbestellungen gibt, kostet 80,00 Euro.
   
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Nobelpreisträger Wole Soyinka hat uns einen Essay geschickt, der unter dem Titel "Das erste Exil" über die Hintergründe von Verbannung und über Machtstrukturen reflektiert und von Jürgen Brodwolf mit Offsetlithographien bildnerisch gefasst wird. Dieses Buch wird im Frühjahr 2009 erscheinen; vorher, um die Rauhnächte herum, ist die Erzählung "Vor dem Tor" des aus Südafrika stammenden Nobelpreisträgers John Coetzee geplant, die Kurt Löb - er ist dem Alter zum Trotz in zeichnerischer Hochform - im Graphitzeichnungen umsetzte.
So rollt unser Einmannzüglein ungeachtet der wirtschaftlichen Turbulenzen von Bahnhof zu Bahnhof - und gerne nehmen wir Sie mit auf eine kleine Lesereise durch originalgraphische Kulissen. Im nächsten Jahr steigen zu: Nuruddin Farah, Barbara Klemm, Günter Kunert und noch ein paar mehr...
A propos Wole Soyinka: Gerd Meuer hat dem Autor in Lagos vor ein paar Tagen Dynamit überreicht (in einer ganz besonderen Form freilich, als Pepperocinopaste, weil der nigerianische Nationaldichter nicht nur ein scharfsinniger Denker ist, sondern auch ein Liebhaber würziger Speisen und - nicht nur nebenbei - ein Jugendfreund seines Übersetzers Gerd Meuer.
   
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Gerd Meuer hat nun in einer englischsprachigen Ausgabe kuriose Erinnerungen, Anekdoten, Emails und Aufnahmen versammelt, die jeden Leser Soyinkas entzücken werden, weil man so nebenbei erfährt, was Heiner Müller und Soyinka in Berlin machten, wie man den Dichter in Erlangen als Fahrraddieb verdächtigte, warum er nach erfolgter Signierarbeit für einen Neumarkter Kleinverleger nichts zu essen bekam und ohne Gerd Meuer mitunter ziemlich in der Tinte säße.
320 Seiten ist das Büchlein stark geworden, das Gerd Meuer zum Amusement der (afrikanischen) Leser vorgelegt hat - für deutsche Köpfe ist es nicht minder erheiternd. Es kann für 12,90 Euro erworben werden; alle Bestellungen leitet der Verlag direkt an den Autor weiter. Nachfolgend das Cover; Sie sehen: Eine ganz unübliche Publikation auf unserer Seite.
   
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Soviel für heute. Gute Zeit und sichere Wege durch den Nebelmonat!

Ihr Thomas Reche


   

Neumarkt, im April 2008

   

Liebe Bücherfreunde,

allerhöchste Zeit, diese Seite zu aktualisieren, zumal sich allerhand getan hat:
So erschien in der Edition Refugium der Gedichtzyklus „Ogun Abibiman“ des nigerianischen Nobelpreisträgers Wole Soyinka, der bislang als nicht übersetzbar galt. Der Autor half selbst mit bei der Klärung diffiziler Interpretationsfragen den Text betreffend, den er 1976 in London als unmittelbare Reaktion auf die Metzeleien von Soweto veröffentlichte und später in seiner Nobelpreisrede zitierte. Auch 2008 hat „Ogun Abibiman“ nichts von seiner Expressivität eingebüßt und aktuell ist er (leider) noch immer. Thomas Rug schuf dazu Kohlezeichnungen, die das bevorstehende Aufbrechen organischer Formen zeigen: „Powerful images!“ äußerte der Autor begeistert. Die Abbildung zeigt Soyinka beim Signieren in Berlin; hinter ihm Thomas Rug.

   

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Lange hat es gedauert mit der Publikation der Erzählung „Heute“ von Peter Nadas, die nun, als Großformat in Leinen gebunden, in der Edition Refugium vorliegt. Der große ungarische Schriftsteller, der auch als Fotograf internationales Ansehen genießt, hat zu seinem stillen Text begleitende Fotografien ausgewählt und zeigte sich sehr zufrieden über das sorgfältig im Duotonverfahren gedruckte Buch. Ein zweiter Band im übernächsten Jahr ist nun in Planung; Sie sehen uns beim Unterschreiben im Gombosszeg.
   

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Die nächste Publikation, auf die ich Sie hinweisen möchte, betrifft einen Gedichtband: Erstmals stellt sich der australische Autor Robert Gray mit einer von Joachim Sartorius übertragenen Auswahl vor, die unmittelbar nach Erscheinen für Furore sorgte. Sie wurde vom SWR als besondere Empfehlung auf die Bestsellerliste gesetzt und ist nach sehr positiven Rezensionen in der FAZ (von Thomas Poiss) und im Tagesspiegel (von Volker Sielaff) wenige Monate nach Erscheinen vergriffen. Nur für neue Abonnenten sind noch Exemplare vorhanden; die Vorzugsausgabe geht ebenfalls zur Neige.
   

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Als 50. und abschließender Band der Reihe Refugium wurde soeben die Erzählung „Breckpoot“ von Kurt Löb gedruckt und gebunden. Löb debutiert in dem Band als skurriler Erzähler – selbstverständlich hat er so formuliert, daß seine Lieblingsmotive zusammenkommen. Wenn auf 48 Druckseiten zwanzig Zeichnungen und Skizzen Platz fanden, dann spiegelt sich darin die zeichnerische Vitalität des 1926 in Berlin geborenen, 1939 nach Amsterdam emigrierten Illustrators. Müde wird er übrigens nicht, dazu bleibt keine Zeit, denn schon sitzt Löb an neuen Zeichnungen zu dem autobiographischen Band „Army“ von Charles Simic. Und für die an Kafka anlehnende Erzählung „Vor der Tor“ der australischen Nobelpreisträgers John M. Coetzee sind auch schon  Studien entstanden.
   

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So geht es weiter. Auf meinem Wunschzettel stehen außerdem Nuruddin Farah, Adam Zagajewski, Patrice Nganang und einige andere, die von ihrem bibliophilen Glück noch gar nichts wissen. Auf alle Fälle: Herzlichen Dank für Ihr Interesse und die Unterstützung eines ambitionierten kleinen Verlages, der dieser Tage sein zwanzigjähriges Jubiläum feiert.

Ihr Thomas Reche



   

Liebe Bücherfreunde -

über Ihren Zuspruch und Ihre positiven Reaktionen gerade in den vergangenen Wochen und auf der Buchmesse habe ich mich sehr gefreut. Nun gibt es einige lesens- und betrachtenswerte Neuerscheinungen von Autoren vorzustellen, die zu den bedeutendsten der Gegenwartsliteratur zählen:

Edition Refugium

So erschien kürzlich ein Buch, das nicht nur in Veterinärkreisen für Begeisterung gesorgt hat: „Heilige Kühe" heißt der zweisprachige Gedichtband von Les Murray, dem großen australischen Poeten, den Johannes Beyerle mit Zeichnungen begleitet hat. Seamus Heaney, der irische Nobelpreisträger äußerte sich begeistert über den Band. Übersetzt hat die Gedichte Margitt Lehbert; das Buch erscheint zugleich in ihrer Edition Rugerup. Die Aufnahme zeigt den Autor mit Übersetzerin und Verleger beim Signieren eines neu in der Reihe Jahresblätter herausgegebenen Einblattdruckes.

   
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Der Nestor der Buchillustration, der 1936 von Berlin nach Amsterdam emigrierte Kurt Löb, beweist mit seinen sensiblen Graphitzeichnungen zu dem zweisprachigen Erzählband „Das Geheimnis des Glücks" von Charles Simic, daß er dem hohen Alter zum Trotz den Bleistift mit frappierender Sicherheit bewegt. Der Pulitzerpreisträger Simic war sehr angetan von dieser Publikation, weshalb vermutlich im nächsten Jahr ein neues Papierschiffchen dieses Tandems übers Büchermeer schaukeln wird. Das Photo zeigt den Autor während einer Lesung in Nürnberg; im oberen Umschlag neben ihm befindet sich das erste Exemplar unseres Buches...

   
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Ebenfalls zur Buchmesse konnte ich einen weiteren Band der Edition Refugium vorstellen: „Die Liebeszinsen" von John Ashbery mit Radierungen der jungen Künstlerin Claudia Berg aus Halle. Der Autor zählt zu den wichtigsten amerikanischen Lyrikern nach 1945 und wurde mehrfach für den Nobelpreis nominiert. Der zweisprachige Band enthält ausgewählte Gedichte aus mehreren Bänden des Pulitzerpreisträgers in der Übersetzung von Erwin Einzinger, zum Großteil in deutscher Erstveröffentlichung.

In Vorbereitung befindet sich der Gedichtzyklus „Ogun Abibiman" des nigerianischen Nobelpreisträgers Wole Soyinka; er erscheint mit großformatigen Zeichungen von Thomas Rug, Halle. Im Frühjahr 2007 ist die Erzählung „Heute" von Péter Nádas geplant; begleitet wird sie mit Schwarzphotographien des Autors, den Imre Kertész  zu den besten Photographen unserer Zeit rechnet.

Reihe refugium

Hier erschien soeben die erotische Erzählung „Martha Mandolini" von Wolfgang Schmidt. Dieses Büchlein verdient insofern Ihre Beachtung, als sich mit Karl-Georg Hirsch und Kurt Löb zwei profilierte Buchkünstler des Textes angenommen haben und ziemlich deftige Zeichnungen beisteuerten. Als Nummer 49 folgt im Frühjahr 2007 ein Gedichtband von Manfred Peter Hein mit Radierungen von Katrin Hanusch, zuletzt die Erzählung „Breckpoot" von Kurt Löb. Damit endet diese Reihe, die über die Jahre so viele Freunde gefunden hat und unterdessen antiquarisch recht hoch gehandelt wird.

Nun aber: viel Freude beim Stöbern im Programm eines sehr kleinen Verlages, der schon im achtzehnten Jahr sein Schneckenweglein geht...